Nachricht vom 11.05.2007
Grüne nehmen Kurs aufs Rathaus - Ortsverband geplant
40 Interessierte bei Versammlung / Erhalt der Mabu gefordert
Die Grünen machen mit im Wentorfer Kommunalwahlkampf: Am 6. Juni soll ein Ortsverband gegründet werden, mit dem Ziel, nach der Kommunalwahl im kommenden Jahr ins Rathaus einzuziehen. Vor allem die Schließung der Jugend-Begegnungsstätte MaBu und die Verkehrssituation in Wentorf haben sich die Grünen auf die Fahnen geschrieben. Rund 40 Interessente kamen zum ersten Treffen.

Wie der Kreisverband mitteilt, wollen die Grünen in Sachen Marienburg das
Eingreifen der Gemeinde Wentorf forcieren. Die aktuellen Bemühungen von
Politikern wurden zwar gewürdigt, doch wolle man dem Bürgermeister einmal
„auf die Finger klopfen“. Er habe sich bisher zu keiner Stellungnahme durchgerungen.
Die vom Landrat ausgegebene Schließungsverfügung sei ein Unding, da bis
zur Klage des im Jahre 2001 zugezogenen Bürgers fast fünfzig Jahre der Betrieb
in der Marienburg geduldet worden sei. "Die Grünen sind der Überzeugung,
dass die Gemeinde Wentorf den Konflikt schon vor längerer Zeit durch eine
Überplanung des Gebietes hätte lösen können", heißt es in einer Pressemitteilung.
Gefordert wurde auch eine verbesserte Jugendarbeit der Gemeinde. Außer der MaBu und der Disco Viva gebe es keine Alternativen. „Wentorf ist für Jugendliche todlangweilig“, so ein Bürger laut Grünen-Pressemitteilung. Der neue Ortsverband, der am 6. Juni gegründet werden soll, will sich gezielt in der Gemeindeverwaltung für den Erhalt des Jugendtreffs Marienburg einsetzen.
Die wichtigsten Ergebnisse der Diskussion der Verkehrsfrage waren Forderungen nach einer Verbesserung der Anbindung über die Wentorfer Straße nach Bergedorf, wie es im Bericht der Grünen weiter heißt. Auch wurden bessere Radwege gefordert. Ansonsten habe Wentorf auf dem ehemaligen Kasernengelände über 3000 neue Bürger untergebracht, sich aber in keine Weise um die verkehrliche Anbindung gekümmert. Bus- und Bahnanbindung (S-Bahn Reinbek), seien zwar vorhanden, aber verbesserungswürdig. Eine Straßenverbindung zur A25 entlang des Bergedorfer Friedhofs durch die Börnsener Felder wurde mehrheitlich abgelehnt. Angesichts der nahe liegenden Umwegung durch die Ortsmitte Börnsen bringe sie keine nennenswerte Verkürzung, zerstöre aber ein wichtiges Naherholungsgebiet für Wentorf, Börnsen und Bergedorf. Weitere Diskussionspunkte waren die Zukunft der Sportschule Wentorf und die Wentorfer Lohe. Während die Sportschule gerettet werden müsste, könnte die Lohe so bestehen bleiben.
Die Grünen wollen am 2. Juni an einem Infostand in Wentorf für weitere Interessierte und Anregungen zur Verfügung stehen. „Wentorf braucht kreative, frische Ideen und eine nachhaltigere Politik. Dieses Angebot wollen wir bei der Kommunalwahl im 2008 an alle Wentorferinnen und Wentorfer machen“, sagte Klaus Tormählen von der grünen Kreistagsfraktion aus dem Nachbarort Börnsen.