Nachricht vom 18. Juni 2007

HSB lehnt Anträge zur Wiedereröffnung der Sportschule ab

Gemeinsame Strategie mit der Gemeinde angekündigt

Der Hamburger Sportbund hat sich im Streit um die Zukunft der Sportschule nicht die Butter vom Brot nehmen lassen: Bei der Mitgliederversammlung wurden die Anträge zur Wiedereröffnung der Sportschule mehrheitlich abgelehnt. Für die Vereine ist wieder geduldiges Warten angesagt: Gemeinde und HSB wollen nach der Sommerpause über ein gemeinsames Konzept beraten.

"Die gestellten Anträge zur Änderung des Präsidiumsauftrag bzw. zur sofortigen Wiedereröffnung der Sportschule sind mit überwältigender Mehrheit abgelehnt worden. Gleichwohl verfolgt das weiterhin legitimierte HSB-Präsidium das Ziel, den Fortbestand der HSB-Sportschule im Rahmen eines wirtschaftlichen und zukunftsorientierten Konzeptes gemeinsam mit der Gemeinde Wentorf und weiteren Partnern zu sichern", heißt es in der Pressemitteilung des Verbandes.

Einen Tag vor der Versammlung hatten HSB und Gemeinde angekündigt, nach der Sommerpause über die Zukunft zu sprechen. "Als gemeinsames Ziel wurde herausgearbeitet, den Fortbestand der HSB-Sportschule im Rahmen eines wirtschaftlichen und zukunftsorientierten Konzepts zu sichern" erklärten HSB und Gemeinde in einer Pressemitteilung. An den Gesprächen hatten HSB-Geschäftsführer Ralph Lehnert, zwei Vertreter des HSB-Präsidiums sowie Bürgervorsteher Hans-Bernd Helms und Bürgermeister Matthias Heidelberg teilgenommen. Grundlage sei der Beschluss der Gemeindevertretung, "die HSB-Sportschule Sachsenwald mit Gebäuden und Sportflächen in ein gemeindliches Konzept zu integrieren".

Im Vorfeld der Sitzung hatten verschiedene Vereine des HSB Kritik an der HSB-Geschäftsführung geübt. Unter anderem wurde dem Verband vorgeworfen, durch jahrelange Vernachlässigung die Schließung der Sportschule erzwungen zu haben und Bauland-Spekulationen zu betreiben. Mit ihren Anträgen wollten unter anderem der Handball-Verband, Amateur-Boxverband und TSG Bergedorf eine Wiedereröffnung erreichen.

 

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